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09.06.2012

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Widerstand von unten: Keine Insel für Sextäter

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Ein gelebtes Beispiel des „Widerstand von unten” ist das Dorf Insel in Sachsen-Anhalt.

Zwei dort zugezogene ehemalige Sexualstraftäter sorgen seit knapp zwei Jahren für berechtigte Ängste bei den Anwohnern in dem kleinen Dorf, wo nur wenige Hundert Menschen leben. Der 54-jährige Hans-Peter W. und der 64-jährige Günther G. wohnen dort seit ihrer Entlassung unter einem Dach. Sie gelten nach wie vor als gefährlich, stehen unter Führungsaufsicht.

EU-Entscheidung desaströs
Ihre Entlassung aus dem Knast verdanken sie maßgeblich dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dieser entschied im Jahr 2010, dass die in der BRD bis dahin mögliche nachträgliche Sicherungsverwahrung nicht rechtens ist. Ein juristisches Desaster, das aber auch die Unfähigkeit bundesdeutscher Gerichte aufzeigt, wasserdichte Urteile und Beschlüsse gegen brutale Sexualstraftäter und Kinderschänder durchzusetzen.

Die Politik hat versagt
Ausbaden müssen das stets jene Bürgerinnen und Bürger, in deren Nähe sich ehemalige Sextäter nun ansiedeln.
Seit dem Unterkommen der zwei Strafentlassenen in dem Altmark-Dorf bei Stendal ist dort nichts mehr, wie es einmal war. Die Angst geht um, insbesondere bei alleinstehenden Frauen und Eltern. Doch seit Bekanntwerden des Zuzugs organisierte sich auch schnell bürgerlicher Protest. Eine Bürgerinitiative gründete sich.

Mahnwachen und Demonstrationen vor dem Haus der ungeliebten Neu-Inselaner sind seit dem an der Tagesordnung. “Wir sind keine Insel für Straftäter” und „Die Politik hat versagt” steht auf den Transparenten der empörten Bürgerschaft. Linke Gutmenschen verurteilen die Proteste, sprechen von „Menschenjagd”. Auf die Frage, warum sie nicht selbst die zwei ehemaligen Sexualtäter bei sich aufnehmen und ob sie garantieren könnten, daß sie nicht wieder zuschlagen, bekommt man keine Antwort. Die politischen Entscheidungsträger sind machtlos, dreschen Phrasen und lassen die Bürger von Insel allein.

Nationale Kräfte unterstützen Protest
Auch organisierte nationale Kräfte beteiligten sich an dem Protest gegen die lasche Handhabung der bundesdeutschen Justiz vor Ort. Die herrschende politische Klasse in Sachsen-Anhalt versuchte daraufhin den berechtigten Widerstand in gewohnter weise zu spalten. „Nazis” würden die Ängste der Bürger instrumentalisieren, deshalb sei es geboten, die Anfeindungen gegen die zwei ehemaligen Knastbrüder einzustellen. Ein Argument, was im multi-kulturellen und links-verseuchten Westen der Republik wohl besser gezogen hätte. Die Bürger von Insel sehen das allerdings anders. Sie sind froh, daß ihr Protest auch von nationalen Kräften aus der Region mitgetragen wird. Somit wird der „Widerstand von unten” sichtbarer und zeigt den Schwaflern und Sesselfurzern der herrschenden Politkaste, das nationale Solidarität nicht von oben diktiert werden kann. Nationale Solidarität entsteht von unten, aus dem Volk und für das Volk. Nur wenige grenzen sich von den Nationalisten ab. Eine Minderheit trägt die Sorge, daß mittels der Anti-Rechts-Hetze das eigentliche Problem der ehemaligen Sextäter im Ort in den Hintergrund geraten könnte.

Belagerungszustand erschwert befürchtete Übergriffe
Durch die anhaltenden Proteste vor und um das Haus der Strafentlassenen wird das Dorf von Polizei seit Monaten geradezu belagert. Die massive Präsenz der Staatsmacht hält die ehemaligen Sextäter aber sicher auch davon ab, in Insel erneut zuzuschlagen. Ein Teilerfolg, wie viele meinen. Der Ex-Sexualstraftäter Hans-Peter W. zog nun vor einigen Tagen die Konsequenz aus dem Bürgerprotest. Er ließ sich kurzzeitig in Chemnitz nieder, um sich dem Widerstand aus der Bevölkerung zu entziehen. Zehn Tage später kam er jedoch nach Insel zurück. Offensichtlich wurde selbst in der Großstadt Chemnitz die Identität und Adresse von Hans-Peter W. in kürzester Zeit öffentlich. Auch hier formierte sich der Bürgerprotest, was W. wieder in das wenige hundert Einwohner zählende Altmark-Dorf flüchten ließ.

Eskalation droht
Bei einer neuerlichen Demonstration vor dem Wohnhaus der entlassenen Sexualstraftäter ist es am 1. Juni 2012 daraufhin zu einem handfesten Konflikt gekommen. Die Polizei meldete, daß über 50 Demonstranten versucht hätten, die Polizeiketten zu durchbrechen und die Behausung der zwei Ex-Häftlinge zu stürmen. Dies konnte gerade noch verhindert werden. Verletzt wurde dabei niemand.

Der Protest geht in dem sonst beschaulichen Altmarkdorf somit in die nächste Runde.

Quelle: Freies Netz Süd

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