30.01.2012

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat den Banken Verstaatlichung angedroht, falls sie den Kleinbauern die Unterstützung versagen.
Chávez habe kein Problem damit, private Banken zu verstaatlichen, wenn diese keine Finanzierung für kleine Landwirtschaftsbetriebe leisten, zitierte der TV-Sender Universion die Worte des Präsidenten am Montag. Dabei handelt es sich um große venezolanische Banken wie Banesco, Mercantil und Provincial.
Banken sind in Venezuela gesetzlich dazu verpflichtet, staatliche Programme und Projekte teilweise zu finanzieren.
Venezuela führt seit 1999, als Chávez an die Macht gekommen war, eine Verstaatlichungspolitik in verschieden Industriebereichen durch, darunter in der Öl- und Goldproduktion, was oft zu internationalen Gerichtprozessen führt. So ist das lateinamerikanische Land bereits in etwa 20 Prozesse verwickelt, die mit der Verstaatlichung verbunden sind.
Außerdem will Chávez die von den Besitzern nicht genutzten Landwirtschaftsflächen verstaatlichen. „Der Staat besitzt derzeit nur rund fünf Prozent der Landwirtschaftsflächen, die für Viehzucht genutzt werden könnten“. Das sei sehr wenig, der Prozess der „Wiederherstellung“ der Flächen solle schneller verlaufen, so Chávez.
Quelle: http://www.de.rian.ru





