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22.12.2010

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Rote Heuchler - Gysi gegen den Rückzug Deutschlands aus der NATO

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"Nein zur NATO. Nein zum Krieg.", verkündet ein Plakat der Linken, mit denen die roten Genossen gerne auf Stimmfang gehen, um sich von den restlichen Demokraten abzugrenzen. Dabei ist es eine Grundregel demokratischer Politik, immer genau das zu fordern, was bei den bildzeitungslesenden Stammtischen gut ankommt, mangels eigener politischer Mehrheit jedoch nicht durchgesetzt werden kann.

Dass das bei der längst umbenannten SED nicht anders läuft, wie bei den restlichen demokratischen Parteien, ist kein Geheimnis - wird aber dank Wikileaks gerade schön dokumentiert. Denn einem der veröffentlichten Dokumente nach will der letzte Vorsitzende der SED und heutiger Parteichef der Linken, Gregor Gysi, weder die NATO abschaffen, noch einen Austritt Deutschlands aus dem militärischen Bündnis.

Die offizielle Forderung seiner Partei sei nur vorgeschoben. Dies habe Gysi "gesellig und in Plauderlaune" dem US-Botschafter Philip Murphy gesagt. Auf diese Weise könne der Ruf nach einem Rückzug Deutschlands aus dem Bündnis verhindert werden, da für eine Auflösung der NATO die Zustimmung der USA, Frankreichs und Großbritanniens nötig wäre, was jedoch unrealistisch ist.

Wie nicht anders zu erwarten, will sich Gysi nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern und spricht von Übersetzungsfehlern, da das Gespräch mit dem US-Botschafter auf deutsch geführt worden sei. Und was er im ARD-Sommerinterview 2010 zum Thema gesagt hat, muss dann wohl ein Übertragungsfehler gewesen sein, denn das wurde ja in deutsch geführt:

"Raus aus der NATO haben wir nicht gesagt. Das ist ja viel klüger formuliert. Bei uns steht drin, dass wir die Auflösung der NATO wollen, dazu brauchen wir übrigens die Zustimmung der USA, Kanada und vieler anderer Länder. Das dauert noch Jahre, das weiß man auch bei uns."

Aber die Auflösung der NATO separiert sie ja viel mehr.

"Ja, aber dann bleiben wir ja drin, solange sie nicht aufgelöst ist."

Dieselben Gestalten, die heute noch geradezu wollüstig von der „deutschen Schuld" schwafeln, von einer "Lehre für Deutschland" und "Nie wieder" schwören, die stimmen insgeheim zu und machen mit, wenn NATO-Truppen im Kosovo oder Afghanistan einen "umgangssprachlich Krieg" führen, der mit Propagandalügen um "Massenvernichtungswaffen" herbeigelogen wurde.

Nein, diese Gestalten haben jede Berechtigung verloren, als Politiker im deutschen Namen zu sprechen. Achtung vor einer Haltung der roten Genossen kann man haben, wenn diese wenigstens in sich geschlossen ist und sowohl aufrecht und mutig als auch konsequent vertreten wird – doch für diese Heuchler kann man nur Verachtung haben.

Quelle: http://www.spreelichter.info

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