volksfront-medien.org - Die soziale Heimatpartei

27.07.2010

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Revolutionär des Geistes

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“Bei allem Talent werden Sie es nie zu etwas bringen, wenn sie sich nicht vor den fremden Mächten hüten.” So lautete das Urteil eines Zeitungsschreibers namens Maximilian Wolf. Das ist dieselbe Antwort, die der Dichter Dietrich Eckart von dem Theaterdirektor des “Berliner Theaters”, Alfred Halm, erhielt. Obwohl man dem Dichter die schönsten und vielversprechendsten Angebote machte, wenn er aus den ”außerordentlich guten Lustspielen” die jüdischen Personen entferne, obwohl es dem Dichter am nötigsten Lebensbedarf fehlte – er blieb hart und unerbittlich. Entweder werden seine Stücke, so wie er sie geschaffen hat, aufgeführt oder er zieht sie zurück. Zerreißen und verfälschen lässt er sie nie, um alles in der Welt nicht. Im Jahre 1919 schilderte Eckart in seiner Polemik ”Auf gut deutsch” seine Erlebnisse beim Theater:

“Vor rund 15 Jahren hatte ich einmal, und zwar in Berlin, ein Lustspiel geschrieben, unter bitterbösen Drangsalen. Verschiedene Monate hingebendster Arbeit waren darüber gegangen. Und ich Glücklicher fand einen Verleger, sogar einen sehr vermögenden. Er war Feuer und Flamme für das Stück und gab mir 100 Mark Vorschuß darauf, ohne mit der Wimper zu zucken. Dass er dafür auch meine ewige Dankbarkeit beanspruchte, sollte sich erst später herausstellen. Der Mann hatte Verbindungen. Es währte nicht allzulange, da wurde ich von ihm aufgefordert, schleunigst zu Alfred Halm, dem damaligen Direktor des “Berliner Theaters”, zu gehen, der sei ebenfalls Feuer und Flamme für das Stück. Ich tat es und wurde von Halm mit den Worten empfangen: “Endlich einer, der ein deutsches Lustspiel schreiben kann!” Man stelle sich vor, was ich armer Teufel dabei empfand. Himmelsklänge waren das. Herr Halm lächelte: “Wir werden es aufführen.” Ist denn kein Stuhl da? Ich musst
e mich setzen. Viel Kluges bekam ich über mein Stück zu hören, wie das und das gedacht sei und jenes so ausgelegt werden müsse statt so und auf einmal war es mir, als hätte Herr Halm das Werk verfasst.”

Dietrich Eckart war ein Revolutionär des Geistes, der sich im Vorkriegsdeutschland nicht mehr wohl fühlte, der beseelt ist vom Glauben an eine bessere Zukunft, beseelt ist vom Glauben an ein Deutschland, das sich ziel- und selbstbewußt aus seiner dumpfen Bürgerlichkeit und trägen Übersättigung erhebt zu gestaltender Größe und Macht. Er war einer der ersten, der mit klaren Augen die gewaltige Gefahr des fremden Einflusses auf deutsche Art und Kultur erkannte und sie sofort bekämpfte. Kein Wunder, dass er im Leben der Vorkriegszeit totgeschwiegen und unterdrückt wurde. Dietrich Eckart, den wir heute als Dichter und Publizisten der frühen Jahre der Weimarer Republik kennen, führte in jenen Tagen ein Leben in bitterster Armut. Oft genug hatte er werder Essen noch Unterkunft und mehr als einmal schlief er im Berliner Tiergarten irgendwo auf einer Bank.

Trotzdem arbeitet er und schafft Tag für Tag. Seine tragische Komödie “Die Familienväter” entsteht in dieser Zeit. Sie beschreibt die kapitalistische Abhängigkeit des deutschen Zeitungsmannes, des Schriftleiters, von seinem Verlag und dessen geldgebenden Hintermännern. Dann befasst er sich mit Ibsens “Peer Gynt”. Er formt diesen Peer um zu einem anderen Menschen und begräbt damit die Auffassung, dieser sei ein tölpelhaft dummer Bauernjunge. Er macht aus dem Peer einen Menschen nordischer Abstammung, der um sich und seine Weltanschauung ringt, er formt ihn zu einem Genie, in dem der Wille zum Unmöglichen und die Sehnsucht nach Vollendung steckt.

Nach dem Kriege arbeitet Dietrich Eckart in München. Als erster griff er in seiner Zeitschrift “Auf gut deutsch” schon vier Wochen nach dem schmachtvollen Waffenstillstand den Verrat der Regierung am deutschen Volke an und zeigte die Hintermänner der neuen Machthaber unbarmherzig und schonungslos auf. Mit dem Werkzeugschlosser Anton Drexler gründete er die “Deutsche Arbeiterpartei” und stellte seine Zeitschrift ganz in den Dienst dieser kleinen Partei. Aus ihr entwickelte sich im Anschluss die NSDAP. Dietrich Eckart selbst bringt unter unsäglichen Opfern und Mühen die Geldmittel zum Kauf des damals kleinen “Völkischen Beobachter” auf und wird deren Hauptschriftleiter.

Trotz seines Herzfehlers marschiert der Dichter überall mit und trommelt mit seinen Kameraden für die Idee des nationalen Sozialismus. Als der 9. November des Jahres 1923 kommt, eilt Dietrich Eckart, krank und überanstrengt, sofort nach München und marschiert mit im Zuge deutscher Männer, der an der Feldherrnhalle unter Maschinengewehrfeuer zum Halten und zur Auflösung gebracht wurde. Als einer der Führer der damaligen nationalsozialistischen Bewegung wird auch Dietrich Eckart verhaftet und in das Gefängnis in Stadelheim in München gesperrt. Anfang Dezember 1923 wird er von dort nach Landsberg überführt.

Dietrich Eckart wird hier schwer krank. Nur mit viel Mühe gelingt es seinen Kameraden und Freunden, für ihn, den todkranken Dichter ihres Glaubens, die Freilassung zu erreichen.

Am 26. Dezember 1923 stirbt Dietrich Eckart in Berchtesgaden. Auf dem stillen Bergfriedhof liegt er begraben. Seine Gedichte und Polemiken werden jedoch nie vergessen werden.

Quelle: http://www.fw-sued.net

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Montag 13.02.2012 Trauermarsch Dresden Montag 13.02.2012 Auch 2012 soll die Aktionswoche rund um den 13. Februar ihren krönenden Höhepunkt im traditionellen abendlichen Trauer- und Gedenkmarsch finden. Wenn auch noch nicht absehbar ist, welcher Methoden sich die Verantwortlichen bei Stadtverwaltung, Ordnungs- und Polizeibehörden diesmal bedienen werden um das ehrenhafte Gedenken an die Toten unseres Volks verächtlich zu machen, so steht dennoch auch zukünftig jeder Einzelne mit Würde und Disziplin für eine anständige Ehrenbezeugung ein. Jedem Zeitgenossen der seine Augen nicht vor der Realität verschließt muss bewusst sein, dass sich durch eine tatsächliche physische Auseinandersetzung mit dem Staatsapparat in der derzeitigen Situation kaum eine Besserung der Zustände für unser Anliegen herbeiführen lässt. Vielmehr würde eine offene Konfrontation einmal mehr in der uns vom System gelegten Schlinge einer Gewaltspirale und Kriminalisierung münden. Selbstverständlich werden wir alle juristischen Möglichkeiten genau prüfen, abwägen und zum Einsatz bringen, um auch im kommenden Jahr den Trauer- und Gedenkmarsch in Dresden in seiner traditionellen Form durchführen zu können. Für den ärgerlichen Fall einer Blockade oder anderweitiger schwerwiegender Rechtsbeugungen, vor welchen heute kein Veranstalter trotz noch so gewissenhafter Vorbereitung und Organisation mehr gefeit ist, gilt für jeden Einzelnen die Losung: „Ob wir marschieren oder nicht, Ihre Ehre zu schützen ist unsere Pflicht!“ Gemeint sind dabei natürlich die Luftkriegstoten von Dresden, deren Angedenken zu schützen am 13. Februar die Aufgabe und Pflicht eines jeden Teilnehmers ist. Wer sich nicht an dieses Mindestmaß an Disziplin und gegenseitiger Verantwortung halten kann oder will, der sollte am 13. Februar zuhause bleiben. Für jeden anderen aber gilt, am 13. Februar 2012 die Fackel der Erinnerung weiter zu tragen, wenn tief aus unseren Seelen der Ruf in die Herzen dringt: „Vergesst niemals Dresden!“



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