27.07.2010
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Jeder dritte Jugendliche in den neuen Ländern gilt als arm!
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Zur Hauptseite wechselnDas Sparpaket der Bundesregierung wird nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Deutschland spalten. Gerade in „Ostdeutschland“ ist zu befürchten, dass die geplanten Sozialkürzungen die Armut unabwendbar machen. Die Menschen in „Ostdeutschland“ werden sehr viel mehr als die übrige Bevölkerung durch die Kürzungen bei der Arbeitsförderung, die Kürzungen beim Wohngeld und die Streichung des Elterngeldes für Hartz 4-Empfänger belastet. Besonders junge Menschen sind im Osten Deutschlands betroffen. Jeder dritte Jugendliche in den neuen Ländern gilt als arm!* Ein selbstbestimmtes Leben oberhalb der Armutsgrenze zu führen, ist für junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren besonders schwierig. Arme Jugendliche werden oft gesellschaftlich ausgegrenzt. Aktuelle Kürzungen im Jugendhilfe-Bereich der Stadt Erfurt, wie zum Beispiel die Schließung des Jugendtreffs „Urne“, sind deswegen alarmierend. Fehlende Räumlichkeiten zum Treffen und der damit verwehrte Zugang zu Bildung und Kultur, können der erste Schritt zur Sucht und Kriminalität sein.
*Der gängigen Armutsdefinition der EU zufolge gilt als arm, wer in einem Haushalt lebt, dessen Äquivalenzeinkommen weniger als 60 Prozent des Medians der Einkommen in der gesamten Bevölkerung beträgt. Der Median ist der Einkommenswert derjenigen Person, die die Bevölkerung in genau zwei Hälften teilt. Das heißt, die eine Hälfte hat mehr, die andere weniger Einkommen zur Verfügung. 60 Prozent dieses Medianwertes stellen die Armutsgefährdungsgrenze dar.
Quelle:
http://logr.org/xnasoxerfurtx/2010/07/27/jeder-dritte-jugendliche-in-den-neuen-landern-gilt-als-arm/