25.07.2010
Lesezeit: etwa 1 Minute
Längst vergessene Opfer – deutsche Wolfskinder
»
Zur Hauptseite wechselnSie sind längst vergessene Opfer Ostpreußens des zweiten Weltkrieges – Wolfskinder werden sie genannt, oft Findelkinder, die in jungen Jahren eine Zeit lang isoliert von Menschen aufwuchsen und sich deshalb in ihrem erlernten Verhalten von normal sozialisierten Kindern unterschieden. Die Ende des Zweiten Weltkrieges durch Kriegseinwirkungen und -folgen zeitweise oder dauerhaft elternlos gewordenen heimatlosen Kinder flüchteten in das Baltikum oder wurden dorthin gebracht. Der Preis für das Überleben war hoch: Die Kinder mussten ihren Namen und ihre Heimatsprache vergessen, in eine neue Haut und Identität schlüpfen.
Die Rote Armee nahm zudem wahllos Erschießungen als Racheakte an der deutschen Zivilbevölkerung vor. Etwa 25.000 Kinder verloren in dieser Zeit während der Flucht ihre Eltern und irrten ziellos, teils in Gruppen, durch Ostpreußen (nun Kaliningrad und Ostpolen).
Heute haben die noch lebenden deutschen Wolfskinder immer noch einige Ziele zu erreichen. Da wär zum einen das Auffinden von Familienangehörigen, Zuerkennung der deutschen Staatsangehörigkeit, zum andern Ausreise nach Deutschland und die Pflege der deutschen Kultur.
Quelle:
http://westfalen-nord.net/langst-vergessene-opfer-%E2%80%93-deutsche-wolfskinder
