25.07.2010
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Infoportal Dortmund: Gedenken an Friedhelm Busse
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Zur Hauptseite wechselnAnlässlich des dritten Todestages von Friedhelm Busse, der am 23. Juli 2008 seiner schweren Krankheit erlag, fanden an diesem Wochenende zwei Veranstaltungen in Dortmund statt, um an das Leben und politische Wirken von Friedhelm Busse zu erinnern.
Am Freitagabend fanden sich etwa 35 Aktivisten zu einer Saalveranstaltung ein, bei welcher der langjährige Weggefährte von Friedhelm Busse, Siegfried Borchardt einen Rückblick über dessen Lebenslauf gab, wobei er in seinen Ausführungen auch auf persönliche Erlebnisse einging.
Geboren wurde Friedhelm Busse am 4. Februar 1929 in Bochum als Sohn eines Sturmabteilungsmann. Mit 15-Jahren meldete er sich 1944 nach zwei Jahren Adolf-Hitler-Schule freiwillig zur Waffen-SS und kam 1945 zur 12. SS-Panzerdivision Hitlerjugend, bei der Busse bis April 1945 kämpfte. Nach Kriegsende wurde er Mitglied der „Sozialistischen Reichspartei“, sowie des „Bund Deutscher Jugend“, einem nationalen Jugendverband, der bis zu seinem Verbot 1953 etwa 18.000 Mitglieder zählte. Anschließend engagierte sich Busse in der „Deutschen Reichspartei“, sowie im Freiheitskampf für ein unabhängiges Südtirol. 1965 trat Friedhelm Busse in die NPD ein, wo er den Kreisverband Bochum-Wattenscheid führte und maßgeblich an deren Aufbau in Nordrhein-Westfalen mitwirkte. In Folge eines parteiinternen Richtungsstreites gründete Busse 1970 die „Aktion Widerstand“ und wurde 1971 als zu radikal geltend aus der NPD ausgeschlossen. In den Folgejahren war Busse an der Gründung mehrere Organisationen mit wechselnden Namen beteiligt.
1983 schloss sich Friedhelm Busse der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei an, deren Bundesvorsitzender er wenig später wurde. Nach internen Streitigkeiten verließ 1991 der Kühnen-Flügel die FAP, während Friedhelm Busse weiter Vorsitzender blieb. Unter Busses Führung konnte mit der FAP erstmals seit 1945 eine nationale und sozialistische Partei an einer Wahl teilnehmen- Auch nach dem FAP-Verbot 1995 betätigte sich Busse weiter in nationalen Gruppierungen, trat erneut in die NPD ein und sprach bis ins hohe Alter immer wieder als Redner bei Veranstaltungen. Mehrmals wurde er zu Bewährungs- und Haftstrafen verurteilt, wobei er die letzte im Alter von 78 Jahren am 16. April 2007 antrat.
Nach langer Krankheit verstarb Friedhelm Busse in der Nacht auf den 23. Juli 2008. Bei seiner wenige Tage später stattfindenden Beerdigung kam es zu Provokationen durch Polizeibeamte und Journalisten, als diese Beerdigungsgäste abfilmten und anschließend bedrängten. Kurz darauf wurde sogar das Grab von Busse unter dem Vorwand polizeilicher Ermittlungen geöffnet, da nach Polizeiangaben eine Hakenkreuzfahne in den Sarg von Friedhelm Busse gelegt worden sei und dies den schweren Eingriff rechtfertigen würde. Mit einer Gedenkminute, sowie dem Absingen des Liedes „Ein junges Volk steht auf“, was zugleich das Lieblingslied von Friedhelm Busse gewesen war, wurde die Veranstaltung beendet.
Am frühen Samstag Morgen machten sich wie in den Vorjahren Aktivisten zum Friedhelm-Busse-Gedenkmarsch auf, bei dem eine Distanz von 30 Kilometern (Frauen) bzw. 40 Kilometern (Männern) überwunden werden muss. In diesem Jahr fand der Marsch bereits zum zehnten Mal statt, wobei er ursprünglich unter den Namen „Dortmunder Freiheitsmarsch“ stand und nach dem Tod von Friedhelm Busse umbenannt wurde, um an den unvergessenen Kameraden zu erinnern.
Bei bestem Wetter erreichte der erste Läufer nach 5 Stunden und 33 Minuten das Ziel, wo es neben kalten Getränken auch warme Speisen vom Grill gab. Für ihre Leistungen erhielten die beiden Sieger jeweils einen Pokal, für alle weiteren gab es wie in den Vorjahren eine Teilnahmeurkunde.
Auch 2011 wird es wieder einen Friedhelm Busse Gedenkmarsch geben, bei dem es die Strecke von 30 bzw. 40 Kilometern erneut zu bestreiten gilt!
Quelle: Infoportal Dortmund
