31.05.2010
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Entdecke Deine Heimat
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Zur Hauptseite wechselnSachsen: Der bereits 1990 gegründete Nationalpark Sächsische Schweiz mit seiner Fläche von 93,5 Quadratkilometern war an diesem Wochenende Ziel eines Ausflugs des “Arbeitskreis Jugend” freier Aktivisten unter dem Motto “Entdecke Deine Heimat”. Unter diesem Motto führten verschiedene Ausflüge unter anderem bereits ins Weißeritztal, nach Freiberg, Colditz oder ins Meißner Land. Diesmal sollte uns der Weg also in die Sächsische Schweiz führen. Doch nicht die weitbekannten, zerklüfteten Sandsteinfelsen waren unser Ziel, sondern das malerische Sebnitztal.
Die Sebnitz, welche in Böhmen als Wölmsdorfer Bach entspringt und sich nach etwa 31 Kilometern bei Porschdorf mit der Polenz zum Lachsbach vereinigt ist über einige Kilometer auch Grenzfluss zwischen der heutigen Tschechei und der BRD. Entlang dieses Flusses führten uns die schmalen Waldwege durch Berge und Täler, über kleine Bachläufe, Wiesen und Auen. An besonders schmalen Stellen halfen bergseitig, am Fels befestigt Ketten, den nötigen Halt zu finden. Gemeinsam wurden auch diese Passagen mit Leichtigkeit gemeistert und nachdem das alte Schloss und die Sputhmühle passiert waren, folgten wir dem Wanderweg weiter ins Schwarzbachtal. Die 1882 von Robert Sputh gegründete Mühle, war nicht nur Holzschleiferei und Holzpappenfabrik sondern auch der weltweit erste Produktionsort für Bierdeckel. 1937 fiel die Mühle einem Brand zum Opfer und wurde nicht wieder errichtet.
Hier nun, an der Kreuzung ins Schwarzbachtal folgten wir dem Wegweiser in Richtung des Goßdorfer Raubschlosses, welches unser eigentliches Wanderziel an diesem Tage war. Bevor wir jedoch die Überreste der Burg Schwarzenbach, welche im Volksmund Goßdorfer Raubschloss genannt wird, bewundern konnten, stand noch ein anstrengender Anstieg bevor. Erstmals erwähnt wurde die Burg 1372 und gehörte dem böhmischen Adelsgeschlecht der Berken von der Duba. Errichtet wurde sie wahrscheinlich zum Schutz der durch das Tal verlaufenden Handelsstraße in die Lausitz. 1443 ging die Burg an Sachsen. Zu dieser Zeit dienten die verfallenen Gebäude wiederholt Räubern als Unterschlupf. Um die Erinnerungen an die ehemalige Burganlage wach zu halten, ließ der Rittergutsbesitzer von Ulbersdorf auf den recht spärlichen Mauerresten 1858 eine künstliche Ruine mit Zubauten eines Rundturmes und Spitzbogengemäuer errichten.
Nach einer ausgiebigen Rast brachte eine Kameradin uns noch einige wissenswerte Fakten zur Burg und der näheren Umgebung näher. Nach den interessanten Ausführungen wurde das letzte Stück des Ausfluges in Angriff genommen. Weiter durch das Schwarzbachtal führte der Weg hinaus aus dem Wald, hinein in das ländliche Gebiet. Vorbei am 311 Meter hohen Hutberg, wo der Sage nach ein dort lebendes Zwergengeschlecht einen Schatz verbergen soll, ging es hinein in eines der vielen gemütlichen Dörfer in der Sächsischen Schweiz, wo nach einem Besuch des Kriegerdenkmales und einer abermaligen Rast der Ausflug mit Speis und Trank seinen Ausklang fand.
“Arbeitskreis Jugend” freier Aktivisten
Quelle:
www.netzwerkmitte.com