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24.05.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Die Deutsche Tat

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Immer mal wieder wird die Meinung vertreten, die von uns veröffentlichten "alten Geschichten" würden nur die "Rückständigkeit" jener beweisen, die sich näher damit beschäftigen. Das sei "alles vorbei", würde "heute keinen mehr interessieren" und diene nur der Abschreckung "neuer Leute", sich mit "nationaler Politik" zu befassen. Die roten Genossen behaupten, wir würden dazu beigetragen, "revanchistische Gelüste" zu schüren und auch die "bürgerlichen Kreise" wollen von all dem nichts wissen – stört es doch ihre behagliche und spießbürgerliche Ruhe.

Sie alle haben die wirkliche Bedeutung, die Deutsche Tat herausstellen zu wollen, nicht erkannt. Denn die Taten, Erlebnisse, Lebensbilder und Geschichten sind das lebendige Beispiel an Haltung und Charakter dafür, was wir alle zu leisten imstande wären! Und das ist der entscheidende Grund dafür, diese Menschen der geschichtlichen Vergangenheit zu entreißen und ihr Beispiel heute wieder als Vorbild herauszustellen.

Wer sich nur an diesen Taten berauscht, die Gestalten verherrlicht und glorifiziert, der hat genauso wenig verstanden wie einer, der für Menschen wie Albert Leo Schlageter nur ein verächtliches Grinsen übrig hat, weil dieser nicht sein eigenes Wohlergehen in den Vordergrund schob und sich für andere einsetzte. Und wenn sich letztere angesichts dieser "Dummheit" abwenden, ist das richtig so – denn mit einer solchen Haltung passt man bestens in die heutige Untergangsgesellschaft der Versager und Demokraten, denen allen gemeinsam ist, zur Neugestaltung unfähig zu sein. Dazu zählen natürlich auch jene, die sich wohl am Mut und an der Tatkraft anderer begeistern können, selbst jedoch im Grunde ebenso statisch sind.

Es ist das Vorbild und die Kraft der Deutschen Tat, die etwas in den gesund empfindenden Menschen anspricht und in ihnen selbst neue und ungeahnte Kräfte frei werden lässt. Es ist der Appell an etwas Verborgenes in unserem Wesen, das wir wiederfinden müssen und dann begrüßen wie einen alten und lange nicht gesehenen Freund. Und einen Freund – den bekommt man nicht – den hat man schon, ehe man ihn kennenlernt. Man hat nämlich dieselbe Wesensart wie er.

Und genauso drängt es uns auch zu Ideen. Eine Idee, in der wir in Leib und Seele aufgehen können, ist schon da. Man wird auch nicht Demokrat – man ist es schon. So ist es auch mit der Achtung vor der Leistung anderer – dieses echte Gefühl der Anerkennung für die Taten anderer lässt sich nicht erzwingen, sondern ist Ausdruck einer Wesensverbundenheit und einer gleichen Charakterhaltung.

Achtung hat man, weil man die Tat und die Triebkräfte dieser Tat innerlich begreift – oder man steht einem solchen Handeln verständnislos gegenüber. Zwischen dieser ablehnenden und zustimmenden Haltung gibt es natürlich noch die volle Bandbreite der Abstufungen – trotzdem aber wird eine Ablehnung niemals zu einer Zustimmung werden können.

Welche Haltung die richtige – die deutsche – Haltung ist, erfahren wir aus der Geschichte. In unserem Volk sind niemals die Drückeberger verehrt worden, sondern immer die, die besonderen Mut in die Tat umgesetzt haben und nie etwas für sich, sondern immer für andere gewagt haben. Kennzeichnend für das deutsche Wesen ist seine Sagengeschichte – und entscheidend ist nicht, ob alle wirklich die Helden waren, als die sie beschrieben worden sind, sondern, ob das Heldenhafte für richtig empfunden wurde.

Quelle: http://www.spreelichter.info

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