27.04.2010
Lesezeit: etwa 1 Minute
Griechenlandhilfe - Verstoß gegen den Maastrich-Vertrag
»
Zur Hauptseite wechselnAls zum ersten Mal von der Notwendigkeit einer Hilfe für Griechenland berichtet wurde, erhob sich in der Bevölkerung ein Protest und es wurde auf die entsprechende Bestimmung im Maastricht-Vertrag hingewiesen, so daß sich die Regierenden zu einem Nein genötigt fühlten. Wenn der Bürger aber nicht wachsam bleibt – und das bleiben leider nur wenige –, dann dauert es gar nicht lange und die Regierenden kommen auf ihre ursprüngliche Absicht zurück.
Zwischendurch wurde für Deutschland ein zu garantierender Betrag von acht Milliarden genannt. Jetzt kommt man mit der Gesamtsumme schon in astronomische Größen von Mehrhundertmilliarden. Für Deutschland als bekannter bereitwilliger Nettozahler für die EU bedeutete das wohl eine Garantie in Höhe von 80 Milliarden, etwa in gleicher Höhe wie die Rekordneuverschuldung im diesem Jahr.
Ein schwer schuldenbeladener Staat kann nicht großzügig helfen. Wenn Politiker das trotzdem wollen, dann sind sie Knechte der Hochfinanz, die doppelt daran verdient. Einmal bekommt sie vom Schuldnerland Griechenland die Zinsen für gewinnbringende, aber unverantwortlicherweise gewährte hohe Darlehen. Vom ebenfalls schon verschuldeten „Geberland“ Deutschland bekommen sie Zinsen für die Höherverschuldung. Wenn man über 80 Milliarden neue Schulden macht, dann kann man sich solche Garantie nicht leisten, ohne den eigenen Ruin zu riskieren.
Marx rief die Proletarier aller Länder auf, sich zu vereinigen, um gerechte Lebensverhältnisse zu schaffen. Wozu das führte, hat die Sowjetunion gezeigt. Durch die „Klassenkämpfe“ ist aber – wie das immer deutlicher wird – nur die Vereinigung der verschwindend kleinen Minderheit der Hochfinanz in aller Welt gefördert, die der Welt ihre brutalen Gesetze diktiert.
Ein gründliches Umdenken ist erforderlich.
Quelle: Elke und Dr. Gundolf Fuchs /
http://www.mein-sh.info