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04.02.2012

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Syrien: Iranische Söldner kämpfen angeblich für Assad - “Kommersant”

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Die syrische Opposition hat ein Video mit sieben angeblich gefangenen Iranern verbreitet, die für die Truppen von Präsident Baschar Assad kämpften, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.
 
In dem Video sind fünf Militärs und zwei Zivilisten zu sehen. Der Anführer der Gruppe, der sich als Sajjad Aminan vorstellte, betonte, dass er am 16. Oktober nach Syrien gereist und gegen die  Demonstranten in Homs vorgegangen ist. Er hat zugegeben, dass er viele Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, auf Befehl der iranischen Sicherheitsdienste getötet hat. Fünf Iraner trugen die schwarze Uniform der iranischen Revolutionswächter. Die Aufständischen nahmen den Gefangenen ihre iranischen Pässe und ein Scharfschützengewehr ab.
 
Experten zweifeln jedoch am Wahrheitsgehalt der Äußerungen von Sajjad Aminan; wegen des Zeitpunkts und der gestellt wirkenden Aufnahmen. In Teheran wurde bereits betont, dass in dem Video nicht Militärs, sondern Ingenieure zu sehen sind, die in einem Kraftwerk in Homs arbeiteten und am 21. Dezember gefangen genommen wurden. Die syrische Opposition will offenbar die Aufmerksamkeit auf die „iranischen Auftragsmörder, die auf der Seite von Baschar Assad kämpfen“, lenken.
 
Das Auftauchen des Videos beweist erneut, dass es einen Zusammenhang zwischen dem syrischen und einem potenziellen iranischen Konflikt gibt. In den letzten Tagen sickerten in den Medien Informationen durch, dass die USA in den kommenden Monaten (anscheinend in Juni) dem Iran einen Militärschlag versetzen wollen. Nach Angaben der „Washington Post“ beginnt die Operation, sobald der US-Hubschrauberträger Ponce umgebaut und in den Persischen Golf geschickt werden kann. Im Sommer sollen im Persischen Golf und im Arabischen Meer vier US-Flugzeugträgergruppen und der französische Atom-getriebene Flugzeugträger Charles de Gaulle stationiert werden.
 
Falls die Informationen der „Washington Post“ der Wahrheit entsprechen, dann drängt sich der Verdacht auf, dass die USA  Assad, den wichtigsten Verbündeten Irans in der arabischen Welt, beseitigen wollen. Wenn das alawitische Regime in Damaskus aus dem Weg geräumt wird, dann befindet der Iran sich im Falle eines Konflikts in fast völliger Isolation.
 
In der Region könnte der Iran nur mit einer Unterstützung der radikalen Hisbollah im Libanon und der Hamas in Gaza-Streifen und vielleicht des Iraks rechnen, wo nach dem Sturz von Saddam Hussein die schiitische Mehrheit das Sagen hat. Dennoch wird sich der irakische Premier Nuri al-Maliki wohl kaum mit den USA anlegen. Bagdad wird sich neutral verhalten und Teheran zumindest nicht offen unterstützen.

Quelle: http://www.de.rian.ru

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