29.01.2012
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Imia-Marsch 2012 in Athen
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Jedes Jahr am letzten Januarwochenede findet in der griechischen Hauptstadt Athen der von “Golden Dawn” (Chrysi Avgi) organisierte “Imia-Marsch” statt. Hintergrund ist ein Konflikt um die von Griechenland und der Türkei beanspruchte Mittelmeerinsel Imia, bei dem im Jahr 1996 Soldaten beider Länder versuchten, die Insel einzunehmen. Hierbei stürzte ein griechischer Hubschrauber ins Meer, was von der eigenen Regierung als Unfall verklärt wurde, um eine Eskalation des Konfliktes zu vermeiden. Obwohl der Hubschrauber bei einer späteren Untersuchung Einschusslölcher aufwies, hielt der griechische Staat weiter an den Lügen fest – ein Musterbeispiel für das Belügen des eigenen Volkes.
Aufgrund der durch die Wirtschaftskrise verursachten Situation in Griechenland

stand in diesem Jahr vor allem die korrupte Politik der dortigen Regierung im Mittelpunkt der Proteste, was auch in vielen Sprechchören verdeutlicht wurde. Bereits ab 17 Uhr begann der Zustrom der Teilnehmer zum Auftaktkundebungsort in der Athener Innenstadt, der sich vor einem Gebäude der griechischen Armee befand. Bis 19 Uhr fanden sich viele tausend Nationalisten ein, eine genaue Zahl ist schwer zu schätzen, erwartet wurden im Vorfeld bis zu 10 000 Teilnehmer. Das Teilnehmerspektrum (worunter auch einige Aktivisten aus Deutschland waren) setzte sich aus Vertretern aller Altersklassen zusammen, wobei sowohl sehr junge, als auch alte Personen anzutreffen waren.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch verschiedene Redebeiträge, die hauptsächlich von Führungspersonen der nationalistischen Partei “Golden Dawn” gehalten wurden und inhaltlich die Verlogenheit der jetztigen Regierung in ihrem Land angriffen. Als letzter Redner der Auftaktkundgebung sprach Nikolaos Michaloliakos, der Parteivorsitzende, den seine Anhänger mit frenetischem Jubel empfingen. Anschließend folgte die Ehrung der im Kampf gegen die Türkei 1996 gefallenen Soldaten, ehe sich der unüberschaubare Aufzug in Bewegung setzte, angeführt von mehreren Trommeln und einem Fahnenmeer.
Nachdem der Aufzug rund eine halbe Stunde andauerte, wurde die reguläre Marschstrecke durch Polizeibusse versperrt, weshalb die Veranstaltung unplanmäßig aufgelöst wurde und sich die Teilnehmer verteilten.

Viele Versammlungsteilnehmer traten daraufhin den Rückweg an, andere zogen in kleineren Gruppen weiter durch die Athnener Innenstadt, was weitere Polizeieinsätze zur Folge hatte, da diese offensichtlich bemüht war, nationale Aktivitäten nach Möglichkeiten zu behindern. Parallel zum Ansteigen des Zuspruchs für die nationale Partei “Golden Dawn” haben auch die polizeilichen Repressionen zugenommen, so dass in den vergangenen Monaten mehrere kleinere Demonstrationen durch die Polizei behindert wurden, teilweise kam es hierbei zu Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht. Der Imia-Marsch gehört mittlerweile zu den größten Demonstrationen der nationalen Bwegung in Europa, ist aber vielen Personen noch nicht bekannt.
Quelle:
http://www.widerstand.info