09.02.2010
Die politische Welt ist nie ein ruhiger Pol gewesen…
Was dynamisch ist, befindet sich in stetem Wandel…
Das Lebensgemäße setzt sich durch …
Stillstand bedeutet Tod…
Wer diese Erkenntnisse als selbstverständlich akzeptiert, den dürfte es auch nicht schrecken, dass wir ebenso selbstverständlich von Revolution sprechen.
Revolutionen haben die Geschichte geprägt und vorangetrieben; sie waren Auslöser neuer Gedanken; sie haben zurückgeworfen, um ihrer Überwindung neuer Energien freizusetzen; sie sind das, was wir überhaupt erst unter geschichtlichen Ereignissen verstehen. Nicht nur im Krawall und Umsturz, auch im Stillen ist jede große Tat, jeder große Gedanke revolutionär gewesen.
Die Entwicklung unseres Volkes nach dem verlorenen Kriege war alles andere als natürlich. Nicht nur, dass wir selber nicht über unsere Geschichte entscheiden durften und dürfen, wir haben diese Lage auch noch als „gottgegeben“ hingenommen, haben keinen inneren und äußeren Widerstand gezeigt.
Aus revolutionärer Sicht bedeutet dies, dass wir entweder als nicht mehr überlebensfähiges, weil kampfuntaugliches Volk weichen müssen, oder dass wir einen radikalen Wandel herbeizuführen gezwungen sind, wenn wir uns nicht aus der Geschichte verabschieden wollen. Die herrschenden Zustände haben sich als nicht geeignet erwiesen, die Lebensinteressen unseres Volkes zu sichern.
Wir sind nicht angetreten, um in unserer Gemeinschaft nette Lager, Fahrten, Heimatabende oder Feierstunden zu erleben, sondern um unsere Fußspuren in der Geschichte zu hinterlassen. Dazu brauchen wir unsere Gemeinschaft; als organisatorischen Rahmen, als Kraft- und Ideenspender, als Rückzugsraum, als Quelle steter Erneuerung.
Wir werden aber nur dann etwas zu ändern in der Lage sein, wenn wir in das Geschehen aktiv eingreifen, wenn wir mit unserer Arbeit fassbare Wirksamkeit erlangen. Ein revolutionärer Akt, da er anderen, nämlich jenen, denen wir entgegenstehen, Wirksamkeit zu nehmen gezwungen ist. Alles, was in der Zeit der Gemeinschaftszerstörung gemeinschaftserhaltend ist, ist revolutionär;
Eine innere Abkehr von Individualismus und Egoismus, vom Weltbürgerschrei und vom Gleichheitswahn ist revolutionär. Scheuen wir uns also nicht vor diesem Begriff.
Revolution beginnt im Kleinen: zuerst beim eigenen Ich. Diese kleine Revolution ist vollzogen, wenn ein politischer Mensch aus der Schale des Massenmenschen geschlüpft ist. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er bereit ist, über sich selbst hinaus zu wachsen und sich zu formen. Er handelt nicht mehr für sich, er nimmt das Schicksal anderer in seine formende Hand.
Deckt sich seine eigene Gedanken- und Tatenwelt mit der Gleichgesinnter, ist eine kleine revolutionäre Gemeinschaft entstanden, die ihrerseits ins größere strebt.
Revolution ist kein biologischer Begriff, sie kann nicht den Menschen in seiner Eigenart als Gemeinschaftswesen, das sich in Familien, Sippen, Völkern, Rassen organisiert, verändern. Sie kann ihm nur neue Wege aufweisen und, seiner Eigenart und seiner Natur gemäß, zu höherem Sein entwickeln. Denn entwickeln kann man nur etwas, was bereits angelegt ist.
Der Verfall von Ordnung, die Unregierbarkeit dieses Landes ruft den inneren Protest vieler, vieler Menschen hervor. Immer mehr wenden sich angewidert ab und lösen sich aus dem parlamentarisch- demokratischen Zwangskorsett.
Sie sind bereit für neue revolutionäre Ideen, wir müssen sie ihnen geben. Im Vorbild und in der Tat haben wir eine Zeitenwende zu repräsentieren um sie, gemeinsam mit unserem Volk, einzuleiten. Revolution bedeutet Geschichte schreiben: Nehmen wir die Feder in die Hand! (Jörg)
Quelle: Funkenflug 5. Jahrgang 04/ Winter 2005





