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Die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern sind zu Ende und sehr zum Ärger politisch überkorrekter Zeitgenossen scheint sich die NPD parlamentarisch behauptet zu haben. Gegenwärtiger Stimmenstand 5,5 Prozent, wobei man noch hinzufügen muß, daß die Wahlen noch keineswegs zu Ende sind, da am kommenden Sonntag noch nachträglich auf Rügen gewählt wird. So gesehen, besteht durchaus noch die Möglichkeit, daß die Partei noch an ihr Ergebnis von 2006 anknüpfen kann, als sie mit 7,3 Prozent in den Schweriner Landtag einzog. Der Erfolg der NPD dürfte nicht zuletzt auf der allgemeinen Hetzkampagne beruhen, der nicht wenige Wähler schon aus Gründen persönlichen Gerechtigkeitsempfinden sein Kreuz bei den Nationaldemokraten machen ließ, um auf diese Weise seinen Protest gegen politische Bevormundung und Meinungsterror zu demonstrieren.
Wenn ENDSTATION RECHTS 18:42 Uhr provokatorisch in die Runde warf: “In der Elefantenrunde des NDR konnte der Landesvorsitzende Stefan Köster keine Erklärung für die massiven Stimmenverluste liefern”, so könnte sich die SPD-Seite ebenso fragen lassen, wieso sie diese Frage nicht gleich an CDU oder FDP weitergibt, für die die Landtagswahlen sehr viel verlustreicher ausgegangen sind. Während die FDP mit derzeit 3,2 Prozent eine geradezu vernichtende Niederlage erlebte, kam sie 2006 doch noch auf 9,6, mußte auch die CDU erhebliche Federn lassen. Kam sie 2006 noch auf 28,8 Prozent, muß sich sich heute bislang mit rund 24 Prozent zufrieden geben. Die PDS hingegen behielt in etwa ihren parlamentarischen Status quo, der sich um die 17 Prozent bewegt.
Klare Gewinner neben der NPD, die sich trotz einer umfassenden politischen und medialen Hetzkampagne, die nicht nur landesweit geführt wurde, sind SPD und Grüne. Die SPD verbesserte sich nach jetzigem Prognosenstand von 30,2 auf 36,7 Prozent, während die Grünen aus dem Stand auf 8,4 Prozent kamen.
Deutlich in den Keller ging die Wahlbeteiligung, die bei diesen Landtagswahlen noch schlechter ausfiel als 2006. Waren es damals noch 59,1 Prozent, so waren es heute nur noch 53,5 Prozent der Wähler, die der demokratischen Komödie im Schweriner Schloß noch ihre persönliche Legitimation gaben. Die schlechteste Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern überhaupt.










