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Deutschland ist größer als die BRD
In Friedland fand am Sonntag, 26. September, ein Treffen des Bundes der Vertriebenen im Volkshaus statt. Eingeladen dazu hatte der Kreisverband Mecklenburg-Strelitz mit dem Landrat Heiko Kärger (CDU) als Festredner. Gerade aufgrund der jüngsten Äußerungen der Bundesvorsitzenden Erika Steinbach (CDU), welche die zwar historisch widerlegte, jedoch politisch geförderte These von der Alleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges öffentlich in Frage gestellt hatte, also Grund genug einmal vorbeizuschauen.
Regionale Aktivisten hatten sich dazu gründlich vorbereitet und trugen in plakativer Form politische Parolen und Zitate demokratischer Parteien zur Schau, die deutlich machten, daß die Vertriebenen in 65 Jahren Bundesrepublik eigentlich nur nach Strich und Faden verarscht wurden. Beispielsweise warben SPD und FDP noch in den 60’er Jahren mit einem Deutschland in den Grenzen von 1937.
Auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) äußerte sich einst noch:
„Jeder Akt der Vertreibung, so unterschiedlich die historischen Hintergründe auch sein mögen, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“
Was blieb von den Forderungen der Bonner und nunmehr Berliner Politiker übrig? Nichts als leere Versprechungen. Die BRD-Parteien legitimierten innerhalb der letzten 60 Jahre Stück für Stück das Vertreibungs- und Enteignungsrecht gegen Deutsche aus Hinterpommern, Ost- und Westpreußen, Schlesien, Posen und dem Sudetenland.
Und auch heute noch ist das Vertreibungsunrecht brandaktuell, wie tagtäglich am Beispiel des israelischen Staates auf palästinensischem Boden zu sehen ist. Die nationale Jugend setzt sich daher konsequent gegen jede Form von Vertreibung ein und stellte sich heute an die Seite der Vertriebenen.
Obwohl zunächst einige ältere Herrschaften dankbar das Informationsmaterial annahmen und wohl auch etwas verwundert über das ungewohnte Auftreten der Nationalisten nachsannen, bemühte sich die Verwalterin des Volkshauses, Rosi Biermann, eilends den Aktivisten einen Riegel vorzuschieben. Auch einige handverlesene Vorstandsmitglieder ließen sich zu peinlichen Äußerungen herab, wonach es ihnen ja gar nicht mehr um die Heimat ginge. Dennoch bedankten sich einige andere Heimatvertriebene für das Interesse und dürften wohl auch im Saal noch weiter diskutiert haben.










