Kehrt marsch - holt unsere Jungs da raus! Ein Rückblick auf die letzten Ereignisse! Drucken E-Mail
Eigentlich sollte es ein neuer, kleiner aber erfolgreicher Schritt der ISAF-Truppen gegen die scheinbar übermächtigen Taliban sein. Aber erneut gerieten deutsche Soldaten ins Ziel afghanischer Aufständiger und 4 Soldaten bezahlten diesen Einsatz mit ihrem Leben, unzählige weiter wurden zum Teil schwer verletzt. An jenem Flussufer zwischen Kunduz und Baghlan sollte ein neuer Außenposten der amerikahörigen Afghanischen Nationalarmee aufgebaut werden. Schon seit Monaten wurde die Region durch eine weitläufige Offensive unter westliche Kontrolle gebracht, so dachte man jedenfalls denn schon hier gab es immer wieder herbe Rückschläge. Bereits seit dem Vortag waren nunmehr multinationale Verbände dabei die für den Posten vorgesehenen afghanischen Soldaten auszubilden und einzuweisen ehe am Donnerstagnachmittag das Schreckliche passierte. Erneut starben vier deutsche Soldaten durch Angriffe afghanischer Aufständischer. Gerade mal wenige Wochen ist es her als in Deutschland über das Heimbringen der Särge oder auch die Ausrüstung der Bundeswehr schwadroniert wurde, hier nochmals ein kurzer, ungeschminkter Rückblick auf das Geschehene.
Bereits in den Mittagsstunden waren deutsche Soldaten an kleineren Scharmützeln beteiligt als gegen 14.30 Uhr eine Rakete, vermutlich in einer Sprengfalle installiert, ein Bundeswehrfahrzeug trifft. Die drei Insassen des letzten Fahrzeugs im Konvoi sterben sofort, umher stehende Soldaten werden zum Teil erheblich verletzt. Damit ist das Drama noch nicht am Ende, denn bei den folgenden, fast 6 Stunden andauernden Gefechten stirbt nochmals ein 33jähriger deutscher Oberstabsarzt der an Bord eines Lasters Opfer von Granat- und Mörserbeschuss wurde.
Nachdem die an Karfreitag gefallenen Bundeswehrangehörigen ihre Heimatkaserne im niedersächsischen Seedorf hatten, ist nunmehr Süddeutschland betroffen. Die Gefallenen waren in den Kasernen Ulm und Ingolstadt stationiert. Die Bundesregierung hat damit mittlerweile 42 Todesopfer zu verantworten. Eine Spur der Trauer zieht sich durch das ganze Land und trifft auf direktem Weg immer mehr Familien.
Allein 7 tote Deutsche in kürzester Zeit verpflichten uns, unserem Anliegen immer mehr und mehr Nachdruck zu verleihen um endlich den immer weiteren Anstieg der Opferzahlen zu vermeiden. Man sollte meinen die Bundesregierung, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel, haben aus den Ereignisse der vergangenen Monate gelernt und ersparen weiteren Familien ein solches grausiges Schicksal, aber stattdessen wollen die deutsche Politiker, gemäß der ihr zukommenden Erwartung, weiterhin am Afghanistan-Einsatz festhalten. Interessant hierbei dass sich mitlerweile über 70 % der Deutschen gegen diesen Einsatz in Afghanistan aussprechen und dieses von der Bundesregierung konsequent weiter ignoriert wird.
Wir sagen weiterhin ganz klar: Kehrt marsch – holt unsere Jungs da raus!










